Alltag in Australien
Gefährliche Tiere in Australien: was uns in drei Monaten wirklich begegnet ist
Das Wichtigste in Kürze
- In drei Monaten haben wir 18 Tierarten selbst gesehen, vom Dolphin am Ankunftstag bis zum Goanna im eigenen Garten.
- Drei Schlangen, zwei davon seit dem Umzug in den Regenwald. Eine Green Tree Snake wohnt an der Steinmauer neben dem Pool. Gefährlich wurde bis heute keine Begegnung.
- Laut Australian Snakebite Project sterben in Australien im Mittel zwei Menschen pro Jahr an Schlangenbissen. Fast die Hälfte aller Bisse passiert, weil jemand ahnungslos in der Nähe war.
- Saltwater Crocodile und Cassowary gibt es hier nicht, und auch den Wombat sucht man an dieser Küste vergeblich. Alle drei leben woanders.
- Unten findest du eine Liste zum Abhaken und Ausdrucken für deine eigene Zeit hier.
„Was ist mit den ganzen gefährlichen Tieren?" Die Frage hört man vorher oft. Sieht man die überhaupt im Alltag? Und wenn ja, wie ist das wirklich?
Ich kann das inzwischen beantworten, aber nicht so, wie man es erwartet. Wir sind am 25. Juni in Byron Bay angekommen. Was seitdem passiert ist, war weniger dramatisch und deutlich schöner, als ich selbst gedacht hätte. Und der eine Moment, in dem es wirklich um etwas ging, kam nicht von einem Tier, sondern von einer Nachbarin und ihrer Geschichte.
Unsere Bilanz nach drei Monaten
Das hier ist keine Liste von Tieren, die es in Australien gibt. Das ist die Liste der Tiere, die wir mit eigenen Augen gesehen haben, mit Datum, an der Ostküste zwischen Byron Bay und dem Hinterland. Jedes Feld mit Stempel steht für einen Tag, an dem wir dastanden und geschaut haben.
Gestempelt heißt: selbst gesehen. Nicht im Zoo, nicht auf einer Tour, nicht auf dem Handy von jemand anderem.

Die ersten Begegnungen
Das erste spannende Tier war keine Schlange, keine Spinne und kein Meeresbewohner. Am Ankunftstag lief neben dem Küstenpfad ein dunkler, hühnergroßer Vogel am Zaun entlang und scharrte im Laub. Kein Kangaroo, kein Koala. Ein Brush Turkey. Ich mag die Tiere. Am Strand sollte man sein Essen trotzdem im Blick behalten. Ich habe selbst gesehen, wie sie Zip-Beutel aufbekommen und Chipstüten aufreißen.
Am selben Tag dann, vom Strand aus, eine Rückenflosse im Wasser. Dolphins, an Tag eins. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Am nächsten Abend hingen Flying Foxes kopfüber in einem Baum, die Blätter noch nass vom Regen. Drei Tage später saß ein Kookaburra auf einem Wegweiser zum Strand und ließ sich in Ruhe ansehen.
Die erste Woche




Am 30. Juni wühlte ein Echidna im Laub am Fuß eines morschen Stamms, so nah, dass ich mich nicht bewegen wollte. Auf einem Foto sieht so ein Tier aus wie ein Stachelball. Erst wenn es sich bewegt, sieht man den Unterschied.
Ich wollte joggen. Es wurde mehr Stehenbleiben als Laufen.
Der 4. Juli war der Tag, an dem beides passierte. Ich bin den Lighthouse-Walk hochgelaufen, vorne standen Leute und schauten nach oben. Da saß er, grau, in der Astgabel. Mein erster Koala, nach insgesamt über zwei Jahren, die ich vorher schon einmal in diesem Land verbracht hatte. Ein Punkt auf einer Liste, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie habe.

Zwanzig Minuten später, von den Klippen aus, ein dunkler Schatten im türkisen Wasser. Ein Shark, groß, und er schwamm aus der Richtung der Surfer. Ich habe unten Bescheid gesagt. Es schien niemanden zu stören. Ich hatte an dem Tag eigentlich selbst noch surfen wollen und habe es gelassen. Der Respekt war dann doch größer.

Wale, und wie man sie verpasst
Cape Byron ist der östlichste Punkt des australischen Festlands und liegt damit direkt auf der Wanderroute der Humpback Whales. Zwischen Mai und November ziehen sie an der Ostküste vorbei, auf dem Weg von der Antarktis nach Norden und später mit den Kälbern wieder zurück.
Am 3. Juli stand ich am Housesit und draußen zogen welche vorbei, weit genug weg, dass man sie nur an den Fontänen erkannte. Am 26. Juli bin ich mit der Drohne losgezogen, um endlich gute Aufnahmen zu bekommen. Erst war es zu windig. Dann waren die Wale zu weit draußen. Dann fand ich Dolphins statt Wale.

Und dann doch, und zwar näher als alles vorher. Später, als ich schon zurück am Auto war, schwamm an der Bucht, in der ich sonst surfe, einer direkt neben den Surfern vorbei. Am selben Tag hatte ich vorher noch einen Koala gefilmt. Manche Tage geben einem alles auf einmal, nachdem sie einen vorher stundenlang haben laufen lassen.
Das Wallaby, auf das wir warten mussten
Am 3. Juli, dem Morgen nach meiner ersten Nacht im Housesit, habe ich in die Kamera gesagt, dass hier eigentlich ständig Wallabys durch den Garten hüpfen sollen. Gesehen hatte ich bis dahin keins.
Es hat siebzehn Tage gedauert. Am 20. Juli, auf einem Feldweg in der küstennahen Heidelandschaft südlich von Byron Bay, stand dann eins mitten auf dem Weg und schaute zurück. Danach noch eins, und noch eins. Vier Tage später eins im Abendlicht, aufgerichtet im hohen Gras.

Das Warten gehört dazu. Es ist sogar der bessere Teil.
Genau deshalb hat dieser Artikel unten eine Liste zum Abhaken statt einer Galerie. Der Reiz liegt nicht darin, alles gesehen zu haben. Er liegt in den leeren Feldern.
Am 29. Juli saß dann noch etwas auf einem Stein am Wegrand, aufgerichtet und völlig regungslos, und ließ sich aus zwei Metern ansehen. Rostrote Brust, gezackter Kamm im Nacken, dunkler Streifen durchs Auge. Nach allem, was ich dazu finde, ein Water Dragon. Sicher bin ich nicht, und das ist der Übergang zum nächsten Teil.

Schlangen: was die Zahlen sagen
Am 23. Juli bin ich auf einem schattigen Weg durch das Küstengrün gegangen und habe mich durchs Gebüsch geschoben. Vor mir glitt etwas Kleines vom Weg ins Gras. Meine erste Schlange. Ich weiß bis heute nicht, welche es war. Sie war sofort weg, es gibt kein Bild davon.
Was mich an dem Tag mehr beschäftigt hat als die Schlange selbst, war eine Geschichte, die mir kurz vorher jemand erzählt hatte.
Die Nachbarin
Im Housesit nebenan, in dem wir als Familie unsere ersten Wochen verbracht haben, wohnte eine Frau, die mit auf die Hunde aufgepasst hat. Sie kann seit Jahren nicht mehr arbeiten, aus gesundheitlichen Gründen. Der Grund dafür liegt lange zurück: Sie wurde von einer Brown Snake gebissen, einer der giftigsten Arten hier.
Sie hat damals mit ihren Kindern in einem Tipi gewohnt. Nachts musste sie raus, ist aufgestanden und im Dunkeln neben der Matratze auf die Schlange getreten. Nicht im Busch. Nicht auf einer Wanderung. Neben ihrem eigenen Bett.
Auf dem Grundstück, auf dem ich zu der Zeit gewohnt habe, lebten laut ihr eine Brown Snake und mehrere Pythons. Sie blieben eigentlich in den Büschen, sagte sie. Einmal wäre sie fast wieder auf eine getreten.
Und was sagen die Zahlen dazu?
Ich habe im Video von „vielleicht einem Todesfall im Jahr" gesprochen. Das war aus dem Gedächtnis. Die belastbare Quelle dafür ist das Australian Snakebite Project, eine über zehn Jahre laufende Studie an australischen Krankenhäusern, veröffentlicht im Medical Journal of Australia.
Der Punkt, der mich am meisten überrascht hat, war aber nicht die Sterblichkeit. Es ist die Frage, wie Menschen gebissen werden.
Fast die Hälfte aller Bisse passiert also nicht, weil eine Schlange jemanden angreift, sondern weil jemand unterwegs war und nichts gemerkt hat. In 52 Prozent der Fälle traf der Biss das Bein. Und: 31 Prozent passierten in der Nähe von Häusern, weitere 14 Prozent in Gebäuden.
Die Geschichte meiner Nachbarin ist damit kein Ausreißer. Sie ist der Normalfall.
Woran man die gefährlichen erkennt
Ehrlich gesagt: sicher gar nicht. Das ist die wichtigste Aussage dieses Abschnitts. Auch geübte Leute verwechseln Arten, und junge Tiere sehen anders aus als ausgewachsene. Was man lernen kann, ist eine grobe Unterscheidung auf Abstand, mehr nicht.
Was wir den Kindern beigebracht haben
- Auf dem Weg bleiben. Nicht ins hohe Gras, nicht in Laubhaufen greifen.
- Feste Schuhe im Busch. Über die Hälfte der Bisse trifft das Bein.
- Stehenbleiben statt weglaufen. Wenn eine Schlange da ist: anhalten, Abstand halten, sie in Ruhe wegziehen lassen.
- Niemals anfassen, niemals verjagen. Auch nicht mit einem Stock.
- Nachts Licht mitnehmen. Die Geschichte der Nachbarin passierte im Dunkeln, zwei Schritte vom Bett entfernt.
Kein medizinischer Rat. Bei einem Verdacht auf Schlangenbiss gilt in Australien sofort 000 anrufen. Die offizielle Erste-Hilfe-Empfehlung ist der Druckverband mit Ruhigstellung, betroffene Person nicht laufen lassen, Wunde nicht auswaschen und nicht aussaugen. Die aktuell gültige Anleitung steht bei healthdirect Australia. Wir geben hier nur wieder, was wir selbst gelernt haben.
Nachtrag: der Regenwald
Alles bis hierher ist an der Küste passiert, in den ersten zwei Monaten. Ende August sind wir umgezogen, weg vom Meer, rein ins Hinterland. Ein Grundstück im Regenwald, Pool, Pferdewiese, offene Veranda. Ich hatte damals gesagt, es sei ein bisschen rudimentärer alles. Das stimmt auch. Was ich nicht auf dem Zettel hatte: Die Liste, die vorher zwei Monate lang gemächlich gewachsen war, hat sich in den zwei Wochen danach fast überschlagen.
Die letzten Tage an der alten Adresse
Es fing klein an. Am 21. August saß morgens eine kleine braune Echse an der Backsteinwand neben dem Kissen auf der Veranda. Vier Tage später eine Cane Toad auf demselben Beton, faustgroß, völlig unbeeindruckt. Ich habe sie vorsichtig mit dem Besenstiel Richtung Gras geschoben. Die Kinder haben wie immer gespannt zugeschaut.

Am Tag darauf saß eine Huntsman auf dem Kescher am Poolrand. Handteller-groß, flach, regungslos. Abends dann noch eine zweite Cane Toad im Gras am Straßenrand. Bis dahin hatte ich sechs Wochen lang keine davon gesehen. Dann drei in zwei Tagen.
Der Umzugstag hatte schon Besuch
Am 28. August haben wir das Auto zweimal vollgepackt, eine Stunde pro Weg. Abends um kurz nach sieben saß ein Gecko am dunklen Holzbalken unter der Decke. Zwanzig Minuten später saß er auf der Fransendecke auf dem Sofa. Erster Abend, erstes Tier im Haus, und ehrlich gesagt war das eher lustig als irgendwas anderes.
Der 3. September
Nachmittags um kurz nach drei kroch etwas Dünnes, Grünbraunes am Fuß der Natursteinmauer durchs Gras und verschwand im Farn neben dem Pool. Wir haben dagestanden und gewartet. Ein paar Minuten später kam sie über die roten Terrassenfliesen wieder raus, in aller Ruhe, und ich hatte zum ersten Mal überhaupt eine Schlange auf Video. Eine Green Tree Snake. Ungiftig.

In derselben Nacht bin ich fast auf eine Python getreten. Gemerkt habe ich davon nichts. Ich bin im Dunkeln mit Linnea auf dem Arm über den Weg gelaufen, hinter mir hat Lucy sich erschrocken und „Python" gerufen. Mit der Taschenlampe haben wir sie dann gesehen, direkt neben dem Schotterweg vor einem Busch.
Pythons sind harmlos. Trotzdem war das ein Zeichen: Gerade im Dunkeln lohnt es sich, die Umgebung wirklich aufmerksam anzuschauen.
Und dann ging es einfach weiter
Am 5. September stand Joris morgens an der offenen Tür und zeigte aufgeregt nach draußen. Ein Goanna, unten im Hanggarten. Bis ich mit der Kamera da war, wackelte nur noch der Busch. Gilt trotzdem als gesehen, würde ich behaupten. Daher abgehakt.
Am 12. September nachts eine große flache Spinne an der weißen Außenwand, angeleuchtet von der Lampe. Am 13. September lief eine kleine Eidechse morgens über den Frühstückstisch und blieb im Sonnenstreifen zwischen Erdnussbutter und Vorratsgläsern stehen. Man gewöhnt sich schneller daran, als man denkt.
Die kleinen Mitbewohner




Der 14. September, zwei Schlangen an einem Tag
Um 09:54 Uhr lag sie wieder da. Dieselbe Mauer, dieselbe Ecke am Poolrand wie elf Tage vorher. Eine Green Tree Snake, oliv-bronzefarbener Rücken, hell-lachsfarbene Flanke, und wir haben ihr zehn Minuten am Stück zugeschaut, wie sie sich zwischen den Findlingen durchzieht und wieder unter die Blätter schiebt.
Das ist der Punkt, an dem sich für mich etwas verschoben hat. Es ist keine Begegnung mehr. Ich habe sie inzwischen mehrfach an genau dieser Stelle gesehen. Die Schlangen wohnen dort. Sie sind kein Ereignis, sie sind Nachbarn. Und man richtet sich anders ein, wenn man das einmal verstanden hat, als wenn man auf den einen dramatischen Moment wartet.
Nachmittags um zehn vor vier, etwa neunzig Meter vom Haus, lag die zweite. Dick, kräftig, schwarz-cremefarbenes Netzmuster, zusammengerollt in einer Felsspalte. Eine Python. Und da kam die Frage, auf die dieser ganze Artikel eigentlich hinausläuft, von einem der Kinder:

Sind die gar nicht gefährlich?
Die Antwort war: Die sind nicht giftig. Nein, sind sie nicht. Und die Antwort stimmt. Pythons töten durch Umschlingen, nicht durch Gift. Für einen Menschen sind die hier kein Problem, für ein Huhn schon.
Lucys Seite davon
Ich bin derjenige mit der Kamera, deshalb steht hier meine Version. Lucy hat eine eigene, und die ist nüchterner. Sie war mit Linnea unterwegs, als wenige Minuten von unserem künftigen Haus entfernt eine sehr große Python auf der Straße lag. Ihre Erklärung dafür war weder Pech noch Drama, sondern Geografie: Hier ist ein Fluss, hier ist Regenwald, also sind hier mehr Schlangen. Dazu große Cane Toads und, wie sie sagt, richtig grüne Frösche.
Das Haus, in das wir als Nächstes ziehen, hat keine Flyscreens an Türen und Fenstern. Lucy will sie nachrüsten lassen, und ihre Begründung ist der beste Satz, den ich zu diesem Thema von uns beiden gehört habe:
Weil ich schon wissen will, was so im Haus drin ist und womit ich rechnen kann, wenn ich irgendwo rumlaufe und irgendwas ausräume.
Ich denke, wir müssen hier die richtige Mischung finden. Die neue Situation mit Respekt behandeln und trotzdem versuchen, die Angst abzulegen. Es wird sicher noch ein paar Monate dauern, bis man sich daran gewöhnt hat. Wir freuen uns auf jeden einzelnen Tag.
Was es hier nicht gibt
Ein großer Teil der Angst vor Australien richtet sich auf Tiere, die es in unserer Ecke schlicht nicht gibt. Das gehört zur ehrlichen Antwort dazu.
Das Saltwater Crocodile kommt an der Ostküste nur bis etwa Gladstone und Rockhampton in Queensland vor. Wir sind rund tausend Kilometer weiter südlich. Der Cassowary lebt in den Wet Tropics im Nordosten Queenslands, zwischen Cooktown und Townsville. Beides ist von hier so weit weg wie Hamburg von Rom.
Der Wombat hat mich selbst überrascht. Er stand lange auf unserer Liste, bis ich nachgelesen habe. Laut Australian Museum lebt er in Nord-New-South-Wales nur in Hartlaubwald oberhalb von etwa 600 Metern, und Regenwald meidet er. Wir wohnen im Regenwald, deutlich tiefer. Er ist aus unserer Liste geflogen, bevor wir ihn je abhaken konnten.
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Am Wasser
Von der Landzunge oder vom Strand aus. Fernglas hilft mehr als jede App.
Im Wald und Busch
Früh morgens und in der Dämmerung. Langsam gehen, oft nach oben schauen.
Im Garten und am Haus
Die meisten Begegnungen passieren hier, nicht in der Wildnis.
Nachts
Ohren statt Augen. Vieles hört man lange, bevor man es sieht.
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Häufige Fragen
Wie gefährlich sind Schlangen in Australien wirklich?
Zwischen Juli 2005 und Juni 2015 wurden im Australian Snakebite Project 23 Todesfälle erfasst, im Mittel zwei pro Jahr. Im selben Zeitraum kamen 1548 Menschen mit Verdacht auf Schlangenbiss ins Krankenhaus, bei 835 davon wirkte tatsächlich Gift. 17 der 23 Todesfälle gingen auf Brown Snakes zurück.
Wie kommt es überhaupt zu Bissen?
In 47,1 Prozent der Fälle war die gebissene Person unterwegs oder mit etwas anderem beschäftigt und ahnungslos in der Nähe. In 14 Prozent versuchte sie, die Schlange zu fangen oder zu töten, in 8,3 Prozent passierte es bei der Gartenarbeit. In 52 Prozent traf der Biss das Bein. Fast die Hälfte aller Fälle passierte in oder direkt an Gebäuden.
Gibt es in Byron Bay Saltwater Crocodiles?
Nein. Das Saltwater Crocodile kommt an der Ostküste nur bis etwa Gladstone und Rockhampton in Queensland vor, also rund tausend Kilometer nördlich von hier.
Wann kann man hier Wale sehen?
Humpback Whales ziehen zwischen Mai und November an der Ostküste vorbei. Cape Byron liegt als östlichster Punkt des australischen Festlands direkt auf der Route. Unsere ersten haben wir am 3. Juli gesehen, den schönsten am 26. Juli direkt neben den Surfern.
Sind Pythons in Australien gefährlich?
Pythons sind ungiftig. Sie töten ihre Beute nicht durch Gift, sondern indem sie sich um sie wickeln und sie ersticken, so beschreibt es auch das Australian Museum. Für Menschen sind die Arten hier keine Lebensgefahr. Ein Biss kann trotzdem wehtun und gehört wie jede Bisswunde ärztlich angesehen. Abstand halten und das Tier in Ruhe lassen reicht völlig.
Muss ich mir mit kleinen Kindern mehr Sorgen machen?
Wir sind mit zwei kleinen Kindern hier und haben in drei Monaten keine einzige gefährliche Situation gehabt, auch nicht, seit wir im Regenwald wohnen und Schlangen zum Grundstück gehören. Was sich geändert hat, sind Gewohnheiten: feste Schuhe im Busch, auf dem Weg bleiben, nachts Licht mitnehmen, nichts anfassen. Das ist weniger Aufwand, als es klingt, und nach zwei Wochen macht man es automatisch. Erschrocken haben wir uns trotzdem, einmal richtig. Was wir vor der Auswanderung mit den Kindern besprochen haben, steht in unserer Vorbereitung mit Kindern.
Woher diese Angaben stammen: Alle Sichtungen in diesem Artikel sind eigene Beobachtungen zwischen dem 25. Juni und dem 14. September 2026, zuerst im Raum Byron Bay, seit Ende August im Hinterland. Jede einzelne ist durch eigenes Film- und Fotomaterial mit Aufnahmedatum belegt. Die Zahlen zu Schlangenbissen stammen aus demAustralian Snakebite Project (ASP-20), Medical Journal of Australia 2017. Angaben zur Walsaison nach WWF Australia und Visit NSW, das Verbreitungsgebiet des Wombat nachAustralian Museum, das Verbreitungsgebiet des Saltwater Crocodile nach der Queensland-Regierung (Be Crocwise), das des Cassowary nach dem australischen Umweltministerium und der Wet Tropics Management Authority. Die Erste-Hilfe-Angaben folgen healthdirect Australia. Alle Zahlen und Verbreitungsangaben in diesem Artikel wurden am 15. September 2026 gegen diese Quellen geprüft.
Stand: 17. September 2026. Erschienen am 3. September, seitdem um den Abschnitt zum Regenwald, zwei Schlangenarten, Goanna, Gecko und Cane Toad erweitert. Die Liste wächst weiter, wir aktualisieren sie.